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Grabmal für Erna Goldberg (1938)

Grabmal Erna Goldberg, jüdischer Friedhof Humboldtstraße, Halle/Saale

Erna Goldberg

Hier ruht meine Frau

Erna
Goldberg
geb. Fackenheim
geb. 16.7.1893
gest. 14.11.1938

Mein tapferer,
guter Kamerad

ת’נ’צ’ב’ה

Halle, jüdischer Friedhof
Grabmal für Erna Goldberg (1938)

Kommentar:

Eine schlichte Inschrift, die ganz dem traditionellen Aufbau jüdischer Grabinschriften folgt: Das einleitende „Hier ruht“, die genealogische Angabe zum Familienstand, Name, Lebensdaten und die abschließende Formel „Sie sei eingebunden im Bündel des Lebens“ – hier als hebräische Abkürzung in der letzten Zeile. Um so bewegender sind die wenigen Worte, mit der der Ehemann der Verstorbenen, Adolph Goldberg, Abschied nahm. Erna Goldberg hat sich wenige Tage nach der Reichspogromnacht das Leben genommen. Ihr Mann wurde nach Gefangenschaft in Halle und im KZ Buchenwald am 12. oder 13. März 1942 in der T4-Anstalt Bernburg ermordet.

Weitere Informationen:
www.gedenkbuch.halle.de
www.zeit-geschichten.de

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  1. Axel Hoffmann sagt

    Mein Schröeder meine Lust
    Wie bist Du so verschwunden
    Da Treue unsre Brust
    So veste hat verbunden
    Weil Du mein Leben stirbst
    So mag ich nicht mehr leben
    Die Ruh die Du erwirbst
    Macht mich in Unruh schweben
    Doch ruh in Gottes Hand
    Geniese Deiner Freuden
    Der Treue veste Band
    Sol auch der Tod nicht scheiden
    Ich hertze Dich hernach
    In der verklährten Zahl
    Das wünsch ich tausendfach
    Dein liebstes Ehgemahl

    (Unbekannter Grabstein)

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