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Jüdische Friedhöfe und Bestattungskultur in Europa


ICOMOS-Tagung in Berlin, 3.-6.4.2011

Vom 3.-6. April 2011 treffen sich internationale Fachleute in Berlin zu einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch über das jüdische Friedhofserbe und Welterbebestrebungen in Europa. Ein Thema der vom Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) Deutschland ausgerichteten Tagung ist der Jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee, dessen bisherige Inventarisation und Restaurierung präsentiert und diskutiert werden. Sachverständige aus Frankreich, England, Schweden, Ungarn, Polen, Österreich, Tschechien, Belgien, Italien und Deutschland referieren über Chancen europäischer Welterbeinitiativen auf dem Gebiet der jüdischen Friedhofskultur.

Der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee steht im Zentrum einer Welterbeinitiative, die das Abgeordnetenhaus und der Senat von Berlin 2006 beschlossen haben. In einer konzertierten Aktion werden die über 100 000 Grabmäler des wohl größten Jüdischen Friedhofs in Europa durch die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, das Landesdenkmalamt und die Technische Universität erfasst. Die 1880 angelegte und schon in DDR-Zeiten unter Denkmalschutz gestellte Begräbnisstätte soll im kommenden Jahr vom Land Berlin für die „Tentativliste“ (Vorschlagsliste für Welterbenominierungen) bei der Deutschen Kultusminister-Konferenz angemeldet werden.

Nähere Informationen zum Programm und Anmeldeunterlagen können auf der Website des deutschen ICOMOS-Nationalkomitees heruntergeladen werden.

(Aus einer Pressemitteilung des Landesdenkmalamtes Berlin)

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